Content & Publikation

In vier Schritten zur Content-Marketing-Strategie

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46 Prozent der deutschen Unternehmen planen die Entwicklung und baldige Umsetzung einer eigenen betriebsinternen Content-Marketing-Strategie. Diese Zahl zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen, noch immer ohne zielgerichtete Strategie vorgeht und Inhalte lediglich kurzfristig plant und erstellt. Sie zeigt aber auch, dass es mittlerweile unerlässlich ist, über eine zielgruppenorientierte und dauerhafte Strategie zu verfügen. In diesem Beitrag zu unserer Themenserie Content Marketing zeigen wir Ihnen, wie Sie in vier Schritten Ihre ganz persönliche Content-Marketing-Strategie entwickeln können.

Schritt 1: Vorbereitung

Eine durchdachte und erfolgversprechende Content-Marketing-Strategie braucht viel Zeit – zumindest bei erstmaliger Erstellung. Nach den ersten Monaten nimmt die zeitliche Belastung ab und es entsteht ein automatisierter Prozess.

Das Ziel, dass Sie mit Ihrem Content verfolgen ist, Ihrer Zielgruppe die Inhalte zur Verfügung zu stellen, die diese sucht. Um zu definieren, wie Sie Ihren Content gestalten müssen, damit dieser auch gefunden wird, ist es zunächst wichtig, zu analysieren wie Ihre Zielgruppe nach Inhalten sucht. Stellen Sie folgende Fragen:

  • Wie gehen Ihre potenziellen Neukunden bei der Online-Recherche vor?
  • Welche Keywords und welche Fragestellungen richten diese an die Suchmaschinen?
  • Welche Themen sind besonders gefragt?

Wenn Sie wissen wie, was und warum diese User suchen, können Sie Ihre Inhalte entsprechend gestalten. Auch die Auswertung von Wettbewerberseiten kann dazu dienen, den eigenen Content aufzuwerten. Für die Vorbereitung sollten Sie folgende Maßnahmen berücksichtigen:

  • Bündeln und werten Sie vorhandene Unternehmens- und Kundendaten aus
  • Führen Sie eine umfassende Keyword-Recherche durch, um relevante Suchbegriffe zu definieren
  • Führen Sie wenn möglich Kundenbefragungen durch und klären Sie die wesentlichen Ansprüche, Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe
  • Analysieren Sie die Websites von Wettbewerbern, die ein besseres Google-Ranking haben als Sie
  • Recherchieren Sie regelmäßig aktuelle Trends und Themen im Markt

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Schritt 2: Organisation

Wenn Sie wissen, welche Inhalte bei Ihrer Zielgruppe gefragt sind, können Sie damit beginnen, sich an einen Themenplan für Ihren Content zu machen. Wichtig ist: Content Marketing ist Teamarbeit! Definieren Sie also bereits frühzeitig die Rollen aller Beteiligten. Wer recherchiert? Wer schreibt? Wer redigiert? Wer darf veröffentlichen? Wer erstellt Redaktionspläne? Wie wir in unserer Themenserie bereits gezeigt haben, gibt es zahlreiche Content-Formate. Wegen der vielen Varianten ist es sinnvoll, die eigene Content-Marketing-Strategie in drei Hauptblöcke einzuteilen:

  1. Grundlagenformate: Dieser Block bildet die Basis Ihres Content Marketings. Hier sind Formate wie Blogbeiträge, Fachartikel in Online-Magazinen oder Newsletter anzusiedeln.
  2. Infotainment-Formate: Dieser Content soll vor allem unterhaltsam sein – entweder durch seinen Inhalt oder durch die Eigenschaften des jeweiligen Formats. Dennoch muss dem Leser unbedingt ein echter Mehrwert geboten werden. Videos, Infografiken oder Interviews mit Fachkräften sind geeignete Formate.
  3. Spezielle Formate: Publikationen wie Whitepapers oder das Durchführen von Webinaren dienen dazu, die Conversion auf die eigene Firmenwebsite zu verbessern. Das zweite Ziel dieser Formate ist die Generierung neuer Leads und idealerweise die Gewinnung neuer Kunden. Natürlich gelten diese Ziele auch für die anderen beiden Blöcke. Mit den speziellen Formaten lassen sich diese Ziele allerdings idealerweise direkt erreichen.

In die Organisation müssen Sie viel Zeit investieren. Legen Sie Verantwortlichkeiten fest, schreiben Sie Redaktionspläne und setzen Sie diese auch um. Es ist sinnvoll, regelmäßige Meetings abzuhalten, um den Erfolg der umgesetzten Content-Maßnahmen zu besprechen, neue Ideen zu entwickeln und neue Themenschwerpunkte festzulegen. Nehmen Sie sich für jeden dieser Schritte ausreichend Zeit. Je besser Sie organisiert sind, umso reibungsloser werden Erstellung und Veröffentlichung Ihrer Inhalte vonstattengehen.

Schritt 3: Erstellung und Veröffentlichung

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, nämlich die Erstellung von zielgruppenrelevantem Content. Sie wissen jetzt wonach Ihre potenziellen Kunden suchen und wie diese bei der Suche vorgehen. Im Idealfall haben Sie sogar mit Kunden gesprochen oder eine Umfrage durchgeführt, die Ansprüche und Bedürfnisse aufzeigt. All das muss in Ihren Content einfließen, damit dieser so spezifisch wie möglich wird. Je direkter und konkreter Sie Ihre Zielgruppe ansprechen, umso besser. Denken Sie auch immer daran, Ihre Publikationen über geeignete Kanäle wie soziale Netzwerke, Fachzeitschriften und andere Plattformen zu streuen

Das ist natürlich oft leichter gesagt als getan, denn viele Anbieter vertreten komplizierte, komplexe oder abstrakte Produkte und Dienstleistungen. Diese müssen so verpackt, sein, dass der User Spaß am Lesen hat und trotzdem einen echten Mehrwert bekommt. Hierfür ist ein talentierter und kreativer Texter notwendig. Zusätzlich sollten alle Inhalte, egal in welchem Format diese verpackt sind, eine Conversion auf die Firmenwebsite erzeugen. Hier helfen sogenannte „Call-to-Action-Buttons“. Darunter versteht man konkrete Handlungsaufforderungen wie beispielsweise „Jetzt gratis Beratung anfordern“ oder „e-Book jetzt kostenlos herunterladen“.

Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen und den Leser stets in den Vordergrund Ihrer Inhalte stellen, wird sich die  Qualität Ihres Contents fortlaufend verbessern. Potentielle Kunden werden Ihren Aufwand belohnen und Sie weiterempfehlen. Zusätzlich wird hochwertiger Content stets weiterverbreitet, indem andere Websites auf Ihre Seite verlinken, wodurch wiederum Ihr eigenes Google-Ranking verbessert wird.

Schritt 4: Evaluation und Optimierung

Zum Schluss wird es dann noch einmal richtig spannend. Sie haben viel Zeit in die Zielgruppenrecherche, die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Inhalte, die Erstellung von Redaktionsplänen und das Erstellen von Inhalten investiert. Nach den ersten vier bis acht Wochen wird es Zeit für eine erste Erfolgsanalyse, um herauszufinden was Ihr Content Marketing bewirkt hat. Für den Anfang genügt es, die wichtigsten Kennzahlen zu vergleichen.

  • Wie hat sich die Zahl der Backlinks entwickelt?
  • Ist die Fan- und Followeranzahl in den sozialen Netzwerken angestiegen?
  • Wurde mehr Social-Buzz erzeugt?
  • Wie hat sich das Google-Suchergebnis verändert?

Diese Merkmale sind schnell analysiert und bringen erste Erkenntnisse über den Erfolg der eigenen Content-Marketing-Strategie.

Im zweiten Schritt werden die Conversionprozesse (z.B. mit Hilfe von Google Analytics) unter die Lupe genommen.

  • Haben sich die Besucherzahlen auf Ihrer Website seit Beginn Ihrer Content-Marketing-Strategie erhöht?
  • Hat sich die Verweildauer von Besuchern auf der Website erhöht?
  • Wurde Ihre Expertise mehr verbreitet als vorher und Ihre Reputation verbessert?
  • Wurde für die definierten Keywords im publizierten Inhalt geranked?

Durch die Auswertung erhalten Sie wiederum Informationen zu eventuellem Optimierungspotential.

Ihre Content-Marketing-Strategie als Selbstläufer

Wenn Sie alle oben genannten Schritte durchlaufen haben, sind Sie definitiv auf einem guten Weg. Die wichtigste Arbeit ist getan! Natürlich müssen Sie auch weiterhin regelmäßig Keyword-Recherchen durchführen und sich über aktuelle Trends und Kundenwünsche informieren. Doch wenn die Grundlagen vorhanden sind, entsteht eine regelmäßige und sich ständig wiederholende Content-Verwertungskette. Diese Kette sowie die Automatisierung und Professionalisierung von Arbeitsabläufen wird dazu führen, dass sich der Zeitaufwand, den Sie für Content Marketing betreiben müssen immer geringer wird. Der Erfolg jedoch wächst immer weiter.

Quelle Titelbild: © structuresxx – fotolia.com

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